Glossar
Verständliche Erklärungen zentraler Begriffe rund um Zyklus, Verhütung und unsere Forschung.
Bei einem Abstrich werden mit einem Tupfer Zellen oder Sekret entnommen. Im CONtraCEPT-Projekt werden zum Beispiel Zellen aus Mund und Scheide schmerzfrei entnommen.
Alltagstauglichkeit bedeutet, dass eine Methode im täglichen Leben gut nutzbar ist. Bei Zyklus-Apps heißt das: Sie muss verständlich, praktikabel und realistisch in den Alltag integrierbar sein.
Bei einer anonymisierten Auswertung werden Daten so verarbeitet, dass einzelne Teilnehmerinnen nicht erkennbar sind. Das schützt die persönlichen Informationen der Studienteilnehmerinnen.
Eine App mit Messsystem nutzt nicht nur Eingaben der Nutzerin, sondern zusätzliche Messdaten. Diese können zum Beispiel von Sensoren, Wearables oder Hormonmessungen stammen.
Vor einer Studienteilnahme erhalten Interessierte genaue Informationen über Ziel, Ablauf, mögliche Belastungen, Datenschutz und ihre Rechte. Erst danach entscheiden sie, ob sie teilnehmen möchten.
Eine Aufwandsentschädigung ist ein finanzieller Ausgleich für den Aufwand, der durch die Studienteilnahme entsteht, zum Beispiel für Zeit, Wege oder organisatorische Belastung.
Die Basaltemperatur ist die Körperkerntemperatur direkt nach dem Aufwachen, bevor man aufsteht. Sie verändert sich im Laufe des Zyklus und kann Hinweise darauf geben, ob ein Eisprung bereits stattgefunden hat. Die Basaltemperatur kann oral, vaginal oder rektal gemessen werden.
Biomarker oder biologische Marker sind messbare biologische Hinweise im Körper. Sie können anzeigen, dass ein bestimmter biologischer Vorgang stattfindet. Im Zusammenhang mit Zyklus-Apps geht es um Marker, die helfen könnten, fruchtbare und unfruchtbare Tage besser zu bestimmen.
Die CE-Kennzeichnung zeigt, dass ein Produkt bestimmte gesetzliche Anforderungen in der Europäischen Union erfüllt.
Damit sind digitale Anwendungen und technische Systeme gemeint, die Daten zum Zyklus erfassen oder auswerten. Dazu gehören Apps, Tracker, Sensoren und Wearables.
Beim Eisprung wird eine Eizelle aus dem Eierstock freigesetzt. Rund um diesen Zeitpunkt kann eine Schwangerschaft entstehen. Der Eisprung lässt sich im Alltag nicht direkt messen und kann von Zyklus zu Zyklus zeitlich schwanken.
Evidenz bedeutet wissenschaftlicher Nachweis. Eine Methode ist gut belegt, wenn sie in Studien sorgfältig untersucht wurde und die Ergebnisse nachvollziehbar sind.
Evidenzbasiert heißt: Eine Aussage, Methode oder Empfehlung stützt sich auf wissenschaftliche Daten und nicht nur auf Erfahrung, Werbung oder Vermutung.
Bei einer Evidenzbewertung wird geprüft, wie aussagekräftig die vorhandenen wissenschaftlichen Daten sind. Dabei geht es zum Beispiel um die Qualität von Studien, die Anzahl der untersuchten Personen und die Übertragbarkeit auf den Alltag.
Die FDA (Food and Drug Administration) ist die US-amerikanische Bundesbehörde für Lebens- und Arzneimittel einschließlich Medizinprodukte, die für den Schutz der öffentlichen Gesundheit zuständig ist. Eine FDA-Zulassung oder Registrierung weist darauf hin, dass die Behörde vorliegende Studien geprüft hat. Wichtig ist aber immer, wofür genau ein Produkt geprüft wurde.
Fertilität bedeutet Fruchtbarkeit. Gemeint ist die Fähigkeit, schwanger zu werden beziehungsweise ein Kind zu zeugen.
Ein Fragebogen ist ein standardisierter Fragenkatalog. In Studien werden Fragebögen genutzt, um Erfahrungen, Einschätzungen oder Angaben der Teilnehmerinnen vergleichbar zu erfassen.
Fruchtbare Tage sind die Tage im Zyklus, an denen eine Schwangerschaft möglich ist. Sie liegen rund um den Eisprung.
Das fruchtbare Fenster bezeichnet den Zeitraum im Zyklus, in dem eine Schwangerschaft entstehen kann. Es umfasst nicht nur den Tag des Eisprungs, sondern auch einige Tage vor dem Eisprung, weil Spermien im Körper mehrere Tage überleben können.
Genauigkeit beschreibt, wie präzise eine Methode misst oder vorhersagt. Bei Zyklus-Apps geht es darum, wie verlässlich fruchtbare und unfruchtbare Tage bestimmt werden.
Hormonfreie Verhütung bedeutet Verhütung ohne hormonelle Wirkstoffe wie Pille, Hormonspirale, Vaginalring oder Hormonimplantat. Im CONtraCEPT-Projekt geht es darum, digitale und biologische Methoden für hormonfreie Verhütung wissenschaftlich zu untersuchen.
Bei einer Hormonmessung werden Hormone zum Beispiel im Blut bestimmt. Hormonwerte können Hinweise auf Vorgänge im Zyklus geben, zum Beispiel auf die Nähe zum Eisprung.
Körperzeichen sind Veränderungen, die im Laufe des Zyklus beobachtet werden können. Dazu gehören zum Beispiel Zervixschleim, Basaltemperatur oder vaginale Blutungen.
Der Menstruationszyklus ist der wiederkehrende Ablauf im Körper zwischen zwei Periodenblutungen. In dieser Zeit reift eine Eizelle heran, es kann zum Eisprung kommen, und die Gebärmutterschleimhaut verändert sich.
Molekulare Analysen untersuchen biologische Vorgänge auf sehr kleiner Ebene, zum Beispiel in Zellen oder anhand bestimmter Botenstoffe. Sie können helfen, neue Hinweise auf fruchtbare und unfruchtbare Tage zu finden.
Natürliche Familienplanung umfasst Methoden, bei denen Körperzeichen im Zyklus beobachtet werden. Dazu gehören zum Beispiel Basaltemperatur und Zervixschleim. Ziel ist es, fruchtbare und unfruchtbare Tage zu bestimmen.
Ein natürlicher Zyklus ist ein Zyklus ohne Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln oder sonstigen Sexualhormonen. Er kann regelmäßig oder unregelmäßig sein.
Eine Prognose-App berechnet fruchtbare Tage vor allem anhand früherer Zyklusdaten und Durchschnittswerte. Da sich der Zyklus verändert, sind solche Vorhersagen unzuverlässig.
Ein Sensor ist ein technisches Bauteil oder Gerät, das bestimmte Werte misst. Im Zusammenhang mit Zyklus-Apps können Sensoren zum Beispiel Temperatur oder andere Körperdaten erfassen.
Eine Studiengruppe ist eine Gruppe von Teilnehmerinnen innerhalb einer Studie.
Ein Studienstandort ist ein Ort, an dem ein Teil der Studie durchgeführt wird, zum Beispiel eine Universitätsklinik.
Ein Studienzentrum ist eine Einrichtung, die eine Studie betreut oder durchführt. Dort können zum Beispiel Aufklärung, Untersuchungen oder Betreuung der Teilnehmerinnen stattfinden.
symptothermale Methode ist der Oberbegriff für verschiedene symptothermale Methoden. Dabei werden mehrere Körperzeichen wie Basaltemperatur und Zervixschleim unterschiedlich kombiniert und ausgewertet. Es gibt sehr zuverlässige, aber auch weniger zuverlässige symptothermale Methoden.
Eine Teilstudie ist ein einzelner Studienteil innerhalb eines größeren Forschungsprojekts. Teilstudien können unterschiedliche Fragestellungen untersuchen.
Ein Tracker ist ein System, mit dem Daten erfasst und verfolgt werden. Ein Zyklustracker sammelt Informationen zum Menstruationszyklus, zum Beispiel Blutungstage, Temperatur oder weitere Körperzeichen.
Ein TÜV-Siegel kann zeigen, dass bestimmte Anforderungen geprüft wurden. Es sagt aber nicht automatisch aus, dass eine Zyklus-App als Verhütungsmethode zuverlässig wissenschaftlich belegt ist.
Ein Tupfer ist ein kleines, weiches Stäbchen zur Entnahme von Zellen oder Sekret. Er wird zum Beispiel für Abstriche verwendet.
Eine Ultraschall-Untersuchung ist eine bildgebende Untersuchung mit Schallwellen. Im Zusammenhang mit dem Zyklus kann Ultraschall helfen, Vorgänge an den Eierstöcken genauer zu beobachten.
Unfruchtbare Tage sind Tage im Zyklus, an denen eine Schwangerschaft nicht eintreten kann. Für eine App-basierte Verhütung ist entscheidend, diese Tage möglichst zuverlässig von den fruchtbaren Tagen zu unterscheiden.
Usability bedeutet Benutzerfreundlichkeit. Bei Zyklus-Apps geht es darum, ob die App verständlich, einfach und zuverlässig im Alltag genutzt werden kann.
Ein Wearable ist ein tragbares technisches Gerät, zum Beispiel ein Ring, Armband oder Sensor. Wearables können Körperdaten messen und an eine App weitergeben.
Wirksamkeit beschreibt, ob eine Methode das erreicht, was sie verspricht. Bei einer Zyklus-App zur Verhütung geht es darum, ob sie zuverlässig dabei hilft, Schwangerschaften zu vermeiden.
Eine Zertifizierung ist eine formale Prüfung oder Bestätigung bestimmter Anforderungen. Sie sagt aber nicht automatisch aus, wie gut eine Zyklus-App tatsächlich fruchtbare und unfruchtbare Tage bestimmen kann.
Zervixschleim ist ein Sekret, gebildet im Gebärmutterhals. Er verändert sich hormonabhängig im Laufe des Zyklus. Diese Veränderungen können Hinweise auf die fruchtbaren Tage geben.
Zuverlässigkeit beschreibt, wie gut eine Methode im Alltag tatsächlich funktioniert. Bei Zyklus-Apps geht es darum, ob sie fruchtbare und unfruchtbare Tage korrekt bestimmen können.
Eine Zyklus-App ist eine App, mit der Nutzerinnen ihren Menstruationszyklus dokumentieren können. Je nach Zulassung soll sie zur Zyklusbeobachtung, zur Unterstützung bei Kinderwunsch oder zur Verhütung dienen.
Zyklusbeobachtung bedeutet, Veränderungen im eigenen Zyklus regelmäßig wahrzunehmen und zu dokumentieren. Dazu können Periodenblutung, Temperatur, Zervixschleim oder andere Körperzeichen gehören.
Zyklusdaten sind Angaben, die im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus erhoben werden. Dazu gehören zum Beispiel Blutungstage, Temperaturwerte, Körperzeichen oder App-Einträge.
Zyklus-Tracking bedeutet, den eigenen Zyklus regelmäßig zu erfassen. Das kann durch Eintragungen in einer App, durch Messungen oder durch die Beobachtung von Körperzeichen geschehen.
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